Podcast mit Ueli Kestenholz

Kurz bevor sein Film „The Pinnacle of Rush“ beim Filmfest St. Anton die Weltpremiere feierte, stellte sich Ueli Kestenholz den Fragen in unserem Podcast offpisteonair. In der Folge 07 spricht der sympathische Schweizer mit FM4-Moderator Heinz Reich über alles mögliche. Natürlich auch darüber, worum es in dem Film, der auf Deutsch „Der Gipfel der Raserei“ heißt, denn so geht: „Speedriden ist die 3-dimensionale Version vom Freeriden. Wenn ich irgendwelche Hindernisse habe, wie eine Gletscherspalte oder große Felswände, dann flieg ich einfach drüber und fahr auf dem nächsten Schneefeld weiter. Es ist ein Mix aus Speed – die Schirme sind klein und schnell – und Freeriden.“

Für Ueli Kestenholz war die Verbindung aus Sport und Filmen immer schon ein wichtiger Teil - mehr dazu im Podcast.

Im Podcast werden viele weitere Themen behandelt. So etwa die frühen Jahre an der Seite von Stars wie Peter Bauer und Jean Nerva. Oder ob Ueli, wie sein Bruder Reto Kestenholz (Produzent des Films „Steps“) ebenfalls komplett auf Nachhaltigkeit setzt. Und klarerweise wird auch über die Zusammenarbeit mit FFF-Organisator Harry Putz geplaudert, denn dieser hat „The Pinnacle of Rush“ gefilmt und produziert.


Hier noch ein paar O-Töne von Ueli aus dem Podcast – das ganze Gespräch gibt es unter diesem Link als Folge 07.


Über Uelis Sommer-Aktivitäten

„Ich mache schon ziemlich viel: Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Kitesurfen, Surfen, Mountainbiken, Skateboarden und so weiter. Das ist schon eine sehr aktive Zeit.“


Über die schönste Winter-Erinnerung aus der Kindheit

„Die schönste Erinnerung sind schon diese tief eingeschneiten Almhütten, die es früher einfach ein bisschen öfter gab als heute. Noch dazu aus der Sichtweise eines Kindes, wo das Ganze ja noch viel größer und viel mehr erscheint.“


Über seine Karriere-Highlights im Schnelldurchlauf

„Junioren-Schweizer-Meister irgendwo 1993 – das war der Start und da hat sich wirklich das Tor geöffnet. Ein Jahr darauf Vize-Schweizer-Meister. 1995 das erste internationale Jahr mit WM-Bronze in Davos. Und dann ging eigentlich diese Profikarriere los, wo ich die ersten Sponsoren gehabt und gesehen habe: `Du kannst wirklich vom Rennfahren und Freeriden leben.´ 1998 Olympische Spiele, die erste Snowboard-Olympiamedaille, die war sehr wichtig. 2000 und 2001 zwei Mal Weltmeister geworden. 2003, 2004 zwei Mal X Games gewonnen im Boardercross. 2006 dritte Olympische Spiele, Abschied vom Wettkampfsport und voller Fokus aufs Freeriden. Und dann kam das Speedriden noch dazu.“


Über den Schirm fürs Speedriden

„Das ist eine Mischung aus kleinem Sportfallschirm mit gewissen Komponenten vom Gleitschirm. Das heißt, er soll mehr sinken als gleiten, damit man auch wirklich auf dem Schnee bleiben kann, wenn man will. Hingegen soll er einfach zum Starten sein und er soll auch bei langsamen Geschwindigkeiten gut über dem Kopf stehen und einfach zu drehen. Diese Mischung aus „Ja, er soll fliegen, aber nicht zu viel, sodass man am Schnee bleiben kann.“


Über die größten Gefahren

„Die größte Gefahr ist eigentlich der Boden, weil in der Luft tut sich keiner weh. Und wir befinden uns die ganze Zeit relativ nah am Boden und das mit einer relativ hohen Geschwindigkeit. Das heißt, ich muss das Gelände gut kennen und wo kann mein Schirm fliegen. In der Regel heißt das, ich kann jederzeit wegfliegen und bin nur dort auf dem Boden, wo es passt. Und wenn ich diese zwei Komponenten plus meine körperliche und psychische Verfassung gut einschätzen kann, dann sind die Gefahren vernachlässigbar. Zudem hab ich eine zusätzliche Sicherheit gegenüber dem normalen Freeriden: Wenn etwas ins Rutschen kommt oder eine Lawine abgeht, kann ich wegfliegen. Es geht einfach darum, die Sportart immer vernünftig zu betreiben.“


Über Gerda Kestenholz, die ebenfalls im Film vorkommt

„Das ist meine Mama und sie war eine der ersten Gleitschirmpilotinnen in der Schweiz. Mitte der Achtziger hat sie schon den Gleitschirmschein gemacht. Sie kennt daher die Materie, aber halt in einer anderen Geschwindigkeit und einer anderen Zeit. Zum 70. Geburtstag hab ich ihr einen Tandemflug zum Speedriden geschenkt und da hat sie live miterleben können, wie das Ganze ausschaut.“


"The Pinnacle of Rush" ist bei allen FFF-Tourstopps zu sehen - hier geht's zu den Tickets und Terminen.

Filmgeschichte "The Pinnacle of Rush"

FFF-Seite "The Pinnacle of Rush"

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