Der ultimative Roadtrip zum Mt. Cook


"The Sky Piercer" ist eine hochklassige und spannende Action-Doku über Neuseeland. Den Mt. Cook ständig im Visier erforscht eine internationale Big-Mountain-Crew aus Sam Smoothy, Xavier De Le Rue und Nadine Wallner die gesamte sportliche Vielfalt und Schönheit der Südinsel. Martin "McFly" Winkler war als Producer und auch hinter der Kamera maßgeblich am Film beteiligt. Hier erzählt uns der Vorarlberger über die Challenges mit dem Wetter, gemeinsame Entscheidungen auf Augenhöhe und warum der Neuseeländer Sam Smoothy eine ganz spezielle Beziehung zum "Aoraki" hat.


Groß und mächtig, schicksalsträchtig - der Mt. Cook, der hier nur leicht in die Wolken sticht. (Foto: Martin Winkler)

Was war die Initialzündung für das Projekt, den Mt. Cook mit Ski und Snowboard zu befahren?

Der Auslöser war, dass ich schon vor einiger Zeit für Audi ein Konzept geschrieben habe, in dem es um schöne Roadtrips an außergewöhnlichen Plätzen geht. Für mich ist das die beste Möglichkeit, um Ski-Erlebnisse und eine Region zu dokumentieren. Zwei Roadtrips hatte ich gemeinsam mit Sam Smoothy schon gemacht: einmal von Vancouver nach Alaska und einmal auf Hokkaido in Japan. Und Neuseeland ist einfach prädestiniert dafür: so viele Sportmöglichkeiten in naher und herrlicher Umgebung. Dazu hat Sam mit dem Mt. Cook so seine ganz eigene Geschichte.

Erzähl mal, was Sam an Neuseelands höchstem Berg so fasziniert?

Er sagt, er beschäftigt sich mit dem Mt. Cook, seit er an Berge denken kann. Der Berg ist ja auch so omnipräsent auf der Südinsel von Neuseeland, man sieht ihn von ganz vielen Perspektiven. Dazu kommen noch die Sagen und Mythen der Maori über seine Entstehung: Er heißt in ihrer Sprache „Aoraki“, was übersetzt „The Sky Piercer“ bedeutet – „Der in den Himmel sticht“. Sam hatte also diesen Berg immer vor sich gehabt, aber er war noch nie oben.


In unserem Snapshot zum Movie gibt es einen Hinweis, ob sie es auf den Gipfel schaffen. (Credit: The Sky Piercer)

Das heißt es war seine Erstbesteigung?

Genau. Seine Eltern waren schon mehrmals oben, aber das ist wirklich eine anspruchsvolle alpinistische Leistung, nicht einfach hinaufwandern und wieder zurück. Sam wollte daher dem Mt. Cook seinen ganz persönlichen Stempel aufdrücken. Er wollte das brutal steile East Face vom Gipfel aus befahren.

Wie ist das Team entstanden?

Xavier De Le Rue ist ein guter Freund von Sam und hat sich in den vergangenen Jahren vom Boardercrosser zur Koryphäe im Big-Mountain- und Steilwand-Fahren entwickelt – und es meiner Meinung auch wie kein Zweiter geprägt. Und auch Nadine Wallner verfolgt äußerst ambitionierte Ziele im Big-Mountain-Riding und war damit die perfekte Ergänzung (siehe FFF-Interview mit Nadine). Mit dabei war auch noch Fraser McDougall, ebenfalls Neuseeländer und einer der besten Freunde von Sam. Er ist außerdem Segelflugpilot und hatte die Idee, dem Mt. Cook zuerst einmal mit den Glidern zu begegnen.


Big-Mountain-Hero Xavier De Le Rue ging in der Heimat seines Spezis Sam auch in die Lüfte. (Foto: Xavier De Le Rue)

Das Wetter und die Bedingungen haben eure Geduld ja ziemlich strapaziert. Der Film ist auch im Countdown-Modus erzählt. Wie knapp war es gegen Ende hin?

Es war schon sehr eng. Eine weitere Woche wäre vom Budget und der Planung her kaum drinnen gewesen. Aber wir haben ja vorher gewusst, wie schwierig das Wetter ist. Wir sind ja nicht aus allen Wolken gefallen, als wir gemerkt haben, dass es wirklich eine riesen Herausforderung ist. Darum zeigen wir auch die große Vielfalt und Schönheit der Insel: vom Surfen über Klettern bis Mountainbiken – und das mit einer Crew aus begabten Multisportlern. Auch wenn der Mt. Cook das Highlight war, geht es um Neuseeland als Ganzes.


Warum Martin Winkler (hier bei der Kameraposition für die Abfahrt vom Mt. Cook) in der Freeride-Szene als "McFly" bekannt ist, hat mehrere Gründe. Welche, erzählt er euch gerne bei einem der Tour-Stopps. (Foto: Martin Winkler)

Eine Schlüsselszene des Films ist, als das Team am vorletzten Tag vor einer Karte sitzt und es etwas emotionaler zur Sache geht. Da musstest du als Producer dramaturgisch wohl gar nichts provozieren?

Absolut, denn die Stimmung war null gespielt. Es ist wichtig zu wissen, dass die Crew immer als Einheit die Entscheidungen getroffen hat, nicht einer für alle. Daher haben wir uns öfter zusammengesetzt und besprochen, wie das weitere Programm aussieht. An dem einen Abend habe ich dann schon gespürt, jetzt geht es um einen entscheidenden Moment, denn alle wirkten schon ein bisschen demotiviert und deprimiert. Die Schneebedingungen am Couloir waren einfach schlecht: pickelhart und kein Neuschnee. Ich war in der Situation auch selbst hinter der Kamera und es war schon spannend zu erleben, wie wichtig solche Momente sind.

Wie es weitergeht, seht ihr bei folgenden Tour-Stopps: Innsbruck, Luzern, Zürich, Köln, München, Wien und Dornbirn. Jetzt Ticket sichern!

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