• Freeride Filmfestival

Funken und Flocken eines Winters


Sie sind seit Jahren ein eingespieltes Team: Wolfgang „Wolle“ Nyvelt als Snowboarder und Andreas „Mone“ Monsberger als Filmemacher. Ihr jüngstes Projekt nennt sich „Sparks“ und zeigt ausschnittsweise das weite Spektrum einer ganzen Snowboard-Saison. Im Interview erzählt uns Wolle, wie das Projekt entstanden ist, welche Message dahintersteckt und warum auch das Scheitern einen ordentlichen Part bekommen hat.


Das Schneetreiben in Marokko ist nur eine der vielfältigen Wintererfahrungen, an der uns Wolle Nyvelt teilhaben lässt. (Foto: monEpic)

Was war die Motivation für „Sparks“?

Wir wollten die Vielseitigkeit von Snowboarden während eines ganzen Winters präsentieren. Dabei steht nicht das große Bild im Vordergrund, sondern die verschiedenen Facetten davon, was wir so machen. Daher auch der Name Sparks – im Sinne von Funken: Wir sind gemeinsam mit Freunden am Berg und genießen die super Schneebedingungen zu Hause im Zillertal. Wir fahren dabei mit den verschiedenen Boards, die wir selbst entwickeln und testen. Dafür verbringen wir auch viel Zeit in der Werkstatt. Und dazwischen brechen wir unsere Routine auf und hauen für 10 Tage nach Marokko ab.

An wen richtet sich der Film?

Wir wollten keinen klassischen Snowboardfilm machen, der rein sportlich ausgerichtet ist und wo wir nur exotische Plätze abfahren - ausgenommen der Trip nach Marokko. Es ging uns vielmehr um die richtige Balance aus hochwertigen Action-Shots und Doku-Elementen – der Film ist also ein Hybrid aus den beiden. Damit wollen wir schon auch ein Mainstream-Publikum ansprechen und die Leute motivieren, dass sie rausgehen und etwas machen.


Powder-Runs und Kicker-Action spielen in "Sparks" natürlich ebenfalls eine besondere Hauptrolle. (Foto: monEpic)

Im Film mangelt es keineswegs an atemberaubender Freeride- und Freestyle-Action. Wie sehr haben euch die Schneebedingungen in Österreich in die Hände gespielt?

Der Winter war natürlich perfekt. Daher konnten wir extrem viel zu Hause shooten und brauchten kein großes Reisebudget. Aber wir haben auch ganz bewusst einen ca. 50-Sekunden-Part über das Scheitern in den Film eingebaut, um aufzuzeigen, was alles zum Snowboarden dazugehört.

Wie seid ihr auf Marokko gekommen?

Das war eine relativ kurzfristige Entscheidung, weil wir einmal aus unseren Gewohnheiten ausbrechen wollten. Durch Billabong hatten wir einen guten Kontakt dorthin. Die 10 Tage in Marokko waren dann ideal, um abzuschalten und etwas ganz Neues zu entdecken. Noch dazu herrschte dort der beste Winter seit 20 Jahren. Und zum Surfen und Skaten sind wir auch gekommen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Filmemacher Andreas „Mone“ Monsberger – ihr habt jetzt doch schon einige Projekte gemeinsam gemacht?

Wir ergänzen uns einfach perfekt. Er weiß, wie ein Fahrer denkt, und ich weiß, wie ein Filmer denkt. Daher können wir ganz konkret unsere Vorstellungen umsetzen. Die Produktion des Films machen wir dann gemeinsam – vom Schnitt bis zum Sound.


Aber Wolle verbringt auch viel Zeit in seiner Werkstatt, um neue Boards zu entwickeln. (Foto: monEpic)

Auch von der Arbeit in der Werkstatt gibt es eindrucksvolle Bilder. Wo stehst du gemeinsam mit Steve Gruber bei der Vermarktung der bindungslosen Äsmo Pow Surfer?

In der Core-Szene sind wir weltweit schon ziemlich bekannt. Aber das ist kein Produkt, das man einfach kauft, sondern man muss es vorher probieren. Wichtig ist uns, dass wir völlig unabhängig arbeiten können – ohne Investor, ohne Einfluss. Mittlerweile bauen wir etwa 150 Äsmos pro Jahr, dazu noch rund 50 Freeride-Prototypen für Salomon, die dann von den Teamfahrern getestet werden.

„Sparks“ ist bei folgenden Tour-Stopps des Freeride Filmfestivals 2018 zu sehen: Innsbruck, Luzern, Zürich, Berlin, Wien, Salzburg, Villach und Dornbirn

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