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Aline Bock und Anne-Flore Marxer präsentieren mit „a land shaped by women“ einen Film, der neben viel Snowboard- und Surf-Action vor allem mit einer starken politischen Botschaft brilliert. Acht Wochen tourten die beiden ehemaligen Snowboard-Weltmeisterinnen durch Island und trafen eine Reihe an Frauen, die sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter stark machen. Warum die Insel im Nordwesten Europas dafür so ein perfektes Vorzeigebeispiel ist, berichtet Aline im Interview.


Bei der vom Freeride Filmfestival organisierten Wanderung am Goetheweg erzählte Aline Bock von ihren beeindruckenden Erfahrungen in Island. (Foto: Matthias Leinich)

Wolltet ihr mit „a land shaped by women“ einen politischen Film machen?

Es ist sicher kein typischer Snowboardfilm, denn wir wollen die Message rüberbringen, dass Gleichberechtigung noch nicht alltäglich ist, dass es aber Plätze gibt, die schon weiter sind. Wir wollen damit Frauen inspirieren, dass sie rausgehen und sich etwas zutrauen – ob im Sport oder wo anders. Der Film soll aber auch Männer ansprechen und wir hoffen, dass unsere Botschaft ankommt.

Warum habt ihr dafür Island ausgewählt?

Das Land hat eine lange Tradition, dass Frauen in Politik und Gesellschaft gleichbehandelt werden. Vigdís Finnbogadóttir etwa war von 1980 bis 1996 Staatsoberhaupt von Island und damit weltweit die erste Präsidentin eines Landes. Sie war aber auch alleinerziehende Mutter und hat diese Rolle wirklich gelebt. Sie hat den isländischen Mindset stark geprägt und ist bis heute ein großes Vorbild. Seit 1975 gibt es auch einen eigenen "Feiertag" für Frauen und 2020 soll ein Gesetz in Kraft treten, welches gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit garantiert. Dazu hat Island bei den Vereinten Nationen neun Jahre in Folge den 1. Rang in Bezug auf die Gleichberechtigung eingenommen. Und in Island gehen Männer viel öfter in Karenz als in einem anderen Land.

Seht ihr euch mit dem Film ebenfalls als Aktivistinnen?

Wir wollen aufzeigen, dass der Sport generell männer-dominiert ist. Frauen werden schlechter bezahlt, weniger vermarktet und in den Medien nicht so oft präsentiert. Anne Flore (Marxer, Anm.) hat dazu viel recherchiert und sich auch gesellschaftspolitisch intensiv mit der Thematik beschäftigt. Sie hat ja schon vor einigen Jahren erreicht, dass Frauen in einer Snowboard-Rennserie die gleichen Preisgelder bekommen wie die Herren. Inspiriert hat uns auch die Geschichte von Billie Jean King, die im Tennis viel Pionierarbeit für die Gleichberechtigung geleistet hat.


Neben der weltweit politischen Vorreiterrolle in Sachen Gleichberechtigung hat Island auch jede Menge Naturschauspiele zu bieten, wie Aline hier zeigt. (Foto: Andres Beregovich)

Wie seid ihr auf eure Protagonistinnen gestoßen?

Gleich zu Beginn trafen wir die Menschenrechtsanwältin Katrin Oddsdóttir, die im Jahr 2011 gemeinsam mit 24 anderen Personen die isländische Verfassung neu geschrieben hat. Sehr motivierend war auch das Gespräch mit Vilborg Arna Gissurardóttir, die Islands erste Frau am Mount Everest war. Wir haben uns aber auch vom Wetter treiben lassen und dabei am Weg immer wieder interessante Interviewpartnerinnen kennengelernt. Einmal haben wir im Campervan vor einer Schule übernachtet und sind am nächsten Tag mit den Schülerinnen zu einem Rennen gefahren. Beeindruckend war auch das Treffen mit Heida Birgisdottir, die mit „Nikita“ eine Boardkleidungsmarke nur für Frauen gegründet hat. Wir sind gemeinsam mit ihr zum Snowboarden auf den Berg gegangen. Sie wirkte als Persönlichkeit richtig schüchtern – das hat uns aber gezeigt, dass man im Business nicht nur beinhart und brutal sein muss, um Erfolg zu haben, sondern auch smart, nett und liebevoll sein kann.

Was macht Island sportlich so besonders?

Island stand schon lange ganz oben auf meiner Abenteuerliste. Die Reise hat das eindeutig bestätigt. Man ist ständig von Naturschauspielen umgeben: Egal welchen Berg man hochgeht, man hat immer das Meer im Blick, dazu noch die wunderbaren Nordlichter. Außerdem hatten wir unglaublich guten Swell. Einmal waren wir bei starkem Schneetreiben Surfen und hatten schon seit der ersten Surfsession taube Zehen für ca. 3 Wochen. Aber es war einfach herrlich.

http://alandshapedbywomen.com/

"a land shaped by women" ist bei folgenden Tour-Stopps des Freeride Filmfestivals 2018 zu sehen: Luzern, Zürich, Stuttgart, Köln, Berlin

#AlineBock #AnneFloreMarxer #ALandShapedbyWomen #Island #freeridingisland #roxy #POW