Frauen-Power und Mountaineering als Highlights beim FFF 2018



Das Programm des neunten Freeride Filmfestivals (FFF) ist so abwechslungsreich und umfangreich wie nie zuvor. „Dadurch ist es erstmals möglich, dass wir die Auswahl der Filme von Stadt zu Stadt variieren und somit den regionalen Bezug der präsentierten AthletInnen in den Vordergrund rücken können,“ erklärt FFF-Programmchef Harry Putz. „Auf diese Weise wollen wir das Festival noch stärker als Plattform des europäischen Films etablieren“

Besonders im Rampenlicht stehen sechs Frauen, von denen fünf zumindest einen Freeride-WM-Titel (Ski oder Snowboard) gewinnen konnten – die sechste Dame ist immerhin Vize-Weltmeisterin. So tourten die beiden ehemaligen Snowboard-Weltmeisterinnen Anne-Flore Marxer (SUI) und Aline Bock (GER) acht Wochen mit einem Campervan durch Island. Neben einmaligen Surf- und Snowboardsessions geht es in ihrem Film „a land shaped by women“ hauptsächlich um die weltweite Vorreiterrolle, die der Inselstaat bei der Gleichberechtigung der Frauen spielt.

Noch mehr Weltmeisterliches

Doppelweltmeisterin Eva Walkner (2015, 2016) und Vize-Weltmeisterin Jackie Paaso (2016) wollen die Westflanke des weltberühmten Eigers mit Skiern befahren. Doch wie schon so oft in ihrer Karriere gefährdet eine Verletzung das atemberaubende Projekt unter dem Titel „Evolution of Dreams“. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Viel chilliger geht es dagegen die frischgebackene Weltmeisterin im Ski-Freeriden an: Arianna Tricomi begibt sich mit ihrer Crew in den hohen Norden Norwegens, um dort dem Frühlings-Skifahren bei kaum untergehender Sonne zu frönen – ihr Projekt nennt sich „La Luce Infinita“.

Die Vorarlbergerin Nadine Wallner hat auch bereits zwei WM-Titel eingeheimst (2013, 2014) und ist beim FFF gleich mit zwei Projekten vertreten. In der Doku „Now or Never“ wird ihr einzigartiger Weg nachgezeichnet. Im Film „The Sky Piercer“ will Nadine Wallner gemeinsam mit dem Neuseeländer Sam Smoothy und der französischen Snowboard-Legende Xavier De Le Rue den Mt. Cook bezwingen. Der höchste Berg Neuseelands stellt sich aber als tückischer heraus als gedacht.

Von hochalpin bis augenzwinkernd

Ebenfalls ins Hochgebirge nehmen uns die beiden deutschen Freerider Max Kroneck und Jochen Mesle mit. Gemeinsam erfüllen sie sich einen langjährigen Traum und gehen auf eine außergewöhnliche Reise von Süd-Deutschland bis ans Mittelmeer nach Nizza. Nur mit Rad und Skiern legen die beiden Ausnahmesportler in sechs Wochen 1.800 Kilometer und ca. 35.000 Höhenmeter zurück – und bewältigen dabei sechs der schönsten Berge der Alpen mit einer klassischen Skitour. Ihr Film „Eis & Palmen“ ist ein wirkliches Gustostückerl des diesjährigen FFF.

Eine gehörige Spur lockerer geht es in zwei weiteren Filmen zu. In der Komödie „Ski Vacation“ mit Raphael Webhofer kommt ein brasilianisches Pärchen in die Alpen und erlebt allerhand Slapstick-Momente. Im Projekt „Daddies on Skis“ zeigen die beiden Abenteurer Matthias Haunholder und Bernd Krainbucher, wie sie ihr Leben als Väter mit ihrer Leidenschaft für den Sport unter einen Hut bringen – und das mit ordentlich viel Augenzwinkern. Last but not least präsentieren „Wolle“ Nyvelt und „Mone“ Monsberger mit „Sparks ... of Snowboarding“ eine Werkschau eines ganzen Winters, wo sie möglichst viele Facetten ihrer Sportart abbilden.


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