• Freeride Filmfestival

Teambuilding mit Goethe


Wie schon im Vorjahr markierte auch heuer die bewährte Hüttengaudi den Kick-off für das Freeride Filmfestival (FFF). Die Wahl fiel diesmal auf das Karwendel-Gebirge oberhalb von Innsbruck. Mit der Nordkettenbahn ging’s aufs Hafelekar und dort auf dem traumhaft gelegenen Goetheweg zur Pfeishütte. Es war quasi Teambuilding mit Bildung - obwohl wir uns da jetzt gar nicht intellektuell verzetteln wollen. Vielmehr stand der Genuss dieser Wanderung am Höhenrücken und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund.

Selbst wenn sich die meisten der Beteiligten schon mehr oder weniger gut kannten, war es doch eine inspirierende Erfahrung, etwas gemeinsam zu unternehmen. Auch als Vorbereitung auf die einwöchige Festival-Tour im November, für die wieder der coole 15-Frau-und-Mann-Bus als Homebase dienen wird. Mit dabei waren fünf AthletInnen und ein Filmemacher, die mit ihren Filmprojekten als Fixstarter im diesjährigen Programm vertreten sind. Fein war’s, lustig war’s, aufschlussreich war’s. Aber lassen wir lieber die Bilder (alle © Matthias Leinich) dieses genialen Ausflugs sprechen.


Startschuss hoch über Innsbruck: Die FFF-Neigungsgruppe "Hüttengaudi" war von Anfang an bestens gelaunt. Mit dabei (von links): FFF-Organisator Volker Hölzl, FFF-Chefredakteur Martin Obermayr, die vier Athletinnen Jochen Mesle, Arianna Tricomi, Raphael Webhofer und Aline Bock sowie Filmemacher Martin „Mc Fly“ Winkler und FFF-Organisator Harry Putz. Die klassen Bilder steuerte übrigens Matthias Leinich bei - im Bild ist er hinter Ihnen zu sehen.


Die frischgebackene Freeride-Weltmeisterin Arianna Tricomi stammt aus dem norditalienischen Alta Badia, lebt aber schon seit einigen Jahren in Innsbruck, wo sie auch Physiotherapie studiert hat. Als Belohnung für den WM-Titel ist sie mit ihrer Ski-Crew "Projekt Pommes" in den allerhöchsten Norden Norwegens gereist und hat den wunderschönen Film "La Luce Infinita“ mitgebracht.​


"Auffi muass i." Auch wenn's so ausschaut, als würde Volker Hölzl ein beinhartes Tempo vorgeben, täuscht der Eindruck komplett. Erstens ist Volker ein äußerst gemütlicher Zeitgenosse und zweitens war die Wanderung zur Pfeishütte nur eine mittelmäßig anspruchsvolle 2,5-Stunden-Tour. Da blieb mehr als genug Zeit für Interviews und Jausenpausen.


Jochen Mesle, der ebenfalls in Innsbruck wohnt, hat sich im späten Frühling dieses Jahres gemeinsam mit seinem guten Freund Max Kroneck einen Traum erfüllt: Von ihren Heimatorten in Süddeutschland sind sie nur aus eigener Kraft bis nach Nizza geradelt und haben auf der Route fette Berge mit Skiern befahren. Ihr Film „Eis & Palmen“ ist ein echtes Gänsehautprodukt.


Einen Gipfel haben wir auf unserer Hüttengaudi-Tour auch mitgenommen. Obwohl - wenn wir ganz ehrlich sind - war’s nur ein gut zehnminütiger Aufstieg zur Hafelekarspitze. Arianna, Jochen und Raphael hatten auf jeden Fall ihren Spaß dort oben, wo einem Innsbruck im wahrsten Sinn zu Füßen liegt.


Aline Bock hat auf der Wanderung beim Zeus nicht immer so nachdenklich gewirkt. Aber die ehemalige Freeride-Weltmeisterin hat dieses Jahr mit "A Land Shaped by Women“ einen auch politisch interessanten Film bei uns im Programm. Neben jeder Menge Snowboarden und Surfen geht’s darin um die Gleichberechtigung der Frauen in Island, die dort vorbildhaft gelebt wird - sehr spannende Geschichte.


Der waschechte Innsbrucker Raphael Webhofer (hier im Gespräch mit Schreiberling Martin Obermayr) wagte sich für sein jüngstes Filmprojekt auf rutschiges Terrain. In der Ski-Komödie "Ski Vacation" mimt er einen brasilianischen Touristen in den Alpen, dem allerlei Slapstick-Momente widerfahren, bevor er seine wahren Künste auf Skiern zeigen kann.


Stellungswechsel für Martin „Mc Fly“ Winkler: Der Vorarlberger Filmemacher saß diesmal vor der Kamera von FFF-Organisator Harry Putz, um Fragen zu seinem diesjährigen Projekt zu beantworten. In der Action-Doku „The Sky Piercer“ war er in seiner gewohnten Position hinter dem Objektiv zu finden und hat sensationelle Shots vom Mt. Cook und der Südinsel von Neuseeland mitgebracht.


Nach doch einigen Auf- und Abstiegen erreichten wir am späten Nachmittag unser Quartier für die Nacht. Die Pfeishütte befindet sich in einer kleinen Senke auf 1922 Metern Seehöhe und ist umringt von ein paar recht schroffen Gipfeln. Was den Aufenthalt da oben besonders entspannt macht: Es gibt kein Mobilnetz - also konnten wir alle unsere Smartphones locker in den Taschen lassen und uns aufs Genießen der Ruhe konzentrieren.


Obwohl so ruhig war es dann auch wieder gar nicht in unserer Gruppe. Außerdem war's ganz schön frisch für die Jahreszeit, wie man an der Kleidung von Aline, Jochen und Raphael sieht. Dafür hat man von der Terrasse einen herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang. Bettruhe herrscht auf der Pfeishütte um 22:30 Uhr. Aus Rücksicht auf die anderen Gäste haben wir den Schlummertrunk eines wirklich sehr lustigen Abends dann ca. fünf Gehminuten entfernt bei einer kleinen Kapelle zu uns genommen.


Am zweiten Tag der Hüttengaudi-Wanderung stieß auch noch Matthias „Hauni“ Haunholder zu uns. Er zeigt dieses Jahr beim FFF seinen Film „Daddies on Skis“, wo er gemeinsam mit seinem Buddy Bernd Krainbucher die oft komplizierte Rolle als Vater und Skiabenteurer beleuchtet - mit einem festen Augenzwinkern und viel Ski-Action von der anspruchsvollen Tour "Kaiser Express" in der Tiroler Heimat der beiden.

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