• Freeride Filmfestival

Ueli Kestenholz: "Wichtig ist es, authentisch rüberzukommen"


Oh yeah! Der ebenso geniale wie legendäre Ueli Kestenholz wird uns als Co-Moderator durch das Freeride Filmfestival am 3. November in Luzern und am 4. November in Zürich führen. Was ihn mit dem Freeride Filmfestival verbindet, worauf er sich freut und was er selbst im kommenden Winter vor hat, erklärt uns Ueli im folgenden Interview.

Ueli Kestenholz muss man eigentlich nicht groß vorstellen. Der 42-jährige Schweizer holte sich 1998 in Nagano Olympia-Bronze im Snowboard-Riesenslalom (und war tatsächlich der erste Snowboarder der Geschichte, dem eine Medaille verliehen wurde), wurde 2000 und 2001 Weltmeister und gewann 2003 und 2004 den Boardercross-Bewerb bei den X Games. 2006 beendete er seine Wettkampfkarriere - und schrieb erst recht Geschichte: Als Mit-Initiator des Projekts Playgravity gelang ihm die Speedride-Befahrung von Eiger, Mönch und Jungfrau und später auch noch des Matterhorns, 2014 war er in der Warren-Miller-Produktion "No turning back" am Start.

Ueli, du wirst in Luzern und Zürich als Moderator neben Harry Putz durch den Abend führen und mit den anwesenden Akteuren aus den Filmen auf der Bühne sicherlich spannende Interviews führen. Aber weißt du schon, wie du deine Rolle anlegen wirst?

Nein, ich habe keinen konkreten Plan. Das wird meinerseits spontan und natürlich geschehen. Schließlich ist das Freeriden „meine Materie“ und Harry und die Gang sind locker drauf, da brauche ich keine Rolle einzustudieren ;-)

Du und Harry, ihr kennt euch ja schon eine gewisse Zeit lang - wart ihr früher eigentlich harte Konkurrenten oder doch eher Kumpels, die den gemeinsamen Traum vom Snowboarden leben durften?

Ja, wir kennen uns bestimmt schon seit 20 Jahren. Natürlich waren wir im Moment, wo wir im Startgate standen, harte Konkurrenten. Aber vor und nach dem Rennen, beim Freeriden und den gemeinsamen Partys waren wir zu den ISF-Zeiten einfach eine Bande Gleichgesinnter, die ihre Passion fürs Snowboarden das ganze Jahr und rund um die Welt gemeinsam ausgelebt und genossen haben.

Was interessiert dich selbst bei Freeride-Filmen am meisten? Die Reiseerzählungen? Die Action-Aufnahmen?

Eigentlich beides. Wichtig ist es, dass das ganze authentisch rüberkommt. Und je nach Umständen, Wetter und Destination entsteht dabei ein Film, der von der einen oder anderen Zutat mehr drin hat ...

Wie haben sich Freeride-Filme aus deiner Sicht in den vergangen Jahren verändert? Und in welche Richtung sollten sie nicht in Zukunft entwickeln?

Gleich bleibt die Suche nach dem weißen Gold, die Passion, der Stoke. Die Aufnahmen sind oft hochwertig, dürfen aber auch eine gute Portion POV’s drinnen haben, damit der Zuschauer praktisch selber mitfährt. Auch der Schnitt und die Postproduction kommen meistens professionell und hochwertig daher. Mein Wunsch für die Zukunft ist nicht „höher, schwieriger, riskanter“, sondern sind authentische Filme, die den Traum des „frische und kreative lines in unberührte Berge ziehen“ rüberbringt.

Was sind deine eigenen Pläne für den kommenden Winter? Welche Projekte hast du am Start?

Ich organisiere bereits zum dritten Mal das splitboardcamp.ch. Dann ist ein größeres Filmprojekt geplant, bei dem ich als Rider dabei sein werde. Außerdem versuche ich, möglichst viel von meinem Winter frei zu lassen, um je nach Bedingungen meine eigenen Freeride- und Speedride Projekte umzusetzen. Ah jaWer mal Lust hat zu spüren, wie sich Speedriding anfühlt, der soll sich unter vipTandem.ch für einen Speedflying-Tandem-Tag melden und wir gehen 3D-Freeriden ,,,

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