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Eva Walkner: "Es ist spannend, sich weiterzuentwickeln"


2015 und 2016 gewann Eva Walkner die Freeride World Tour. Doch für die Salzburger Skifahrerin war Freeriden nicht der erste sportliche Traum - und wird nicht der letzte sein, wie sie in ihrem neuen Film "Evolution of Dreams" verrät.


Foto: Simon Rainer

Eva, dein neues Film-Projekt, an dem du mit deiner World-Tour-Kollegin Jackie Paaso arbeitest, heißt "Evolution of Dreams". Was war denn dein ursprünglicher Traum?

Der größte Traum, den du als skibegeistertes Kind in Österreich haben kannst, ist die Olympia-Goldmedaille. Jackie hatte in den USA den gleichen Traum. Sie war in der Buckelpiste auf einem sehr guten Weg und hatte es ins amerikanische Nachwuchs-Nationalteam geschafft. Ich musste meinen Traum von der Alpin-Karriere aber mit 23 nach einer Verletzung aufgeben, weil ich vom ÖSV keine Chance mehr bekommen hätte. Jackie war noch jünger, als ihr Traum geplatzt ist.

Es hat mehrere Jahre gedauert, bis du durch das Freeriden einen neuen Traum, ein neues Ziel gefunden hast ...

Ich bin zuerst kurz nach München und dann nach Wien übersiedelt. Ich wollte keine Ski mehr sehen, das Thema war für mich gestorben. Es war eine harte Zeit. Du arbeitest fast 20 Jahre auf ein Ziel hin - und dann verschwindet es von einem Tag auf den anderen und du stehst ganz alleine da. Ich habe zwar die Handelsschule abgeschlossen, aber trotzdem hatte ich keinen Beruf erlernt. Also musste ich mir mit 23 überlegen: Was mache ich jetzt mit meinem Leben? Ein ehrgeiziger Mensch bin ich ja, also habe ich mir Ziele gesetzt.

Aber eigentlich war deine Sportkarriere beendet?

Ich habe in Wien bei Premiere (Anm.: heute "Sky") in der Fußball-Redaktion zu arbeiten begonnen. Im Winter, als die Meisterschaft pausiert hatte, habe ich als Skilehrerin erstmals wieder Ski angeschnallt. Das Freeriden ist die ursprünglichste Form des Skifahrens. Jeder Tag ist anders und das hat so viel Spaß gemacht! Und es war eine neue Herausforderung.

Und ein neuer Traum, den du erfüllen konntest: Du hast 2015 und 2016 die Freeride World Tour gewonnen!

Ursprünglich sind uns beiden Türen heftig zugeknallt worden. Jackie ist ein sehr großes Tief gefallen und das behandeln wir auch im Film. Durchs Freeriden haben wir aber eine neue Leidenschaft fürs Skifahren entdeckt und in diesem Sport sehr viel beziehungsweise alles erreicht. Aber wir sind seit 2010 gemeinsam auf der Tour unterwegs und versuchen, uns weiterzuentwickeln. Träume ändern sich und deshalb sind wir für uns auf der Suche nach neuen Arten Ski zu fahren.

Und deshalb zieht es euch jetzt in Richtung Mountaineering?

Genau. Das ist mein nächster Traum, denn beim Mountaineering kommen noch viel mehr Faktoren zusammen als beim Freeriden. Das ist quasi die Formel 1 des Skifahrens. Du brauchst so viel Wissen! Egal, ob es um den Aufstieg geht, die Berge selbst - es ist noch einmal eine größere Herausforderung als das Freeriden.

Aber im kommenden Winter bist du noch einmal auf der Freeride World Tour am Start. 2015 und 2016 hast du die Tour gewonnen und 2017 zum ersten Mal das legendäre Verbier Xtreme gewonnen. Wie motivierst du dich für die kommende Saison?

Ich bin nicht der Typ, der auf der Jagd nach Rekorden ist. Das große Ziel war, die Tour einmal zu gewinnen und ich konnte den Titel sogar verteidigen. Ein Sieg in Verbier war ein weiteres riesengroßes Ziel und das habe ich im vergangenen Winter erreicht. Was im kommenden Jahr eine große Motivation ist: Erstmals steht ein Stop in Japan auf dem Tourplan, außerdem wird es nach Kanada gehen. Das ist schon ziemlich cool. Und ich bin sicher nicht mehr so gestresst wie ich es vielleicht vor den beiden Titeln war.

Deine Leistungen im alpinen Rennsport wurden von einer Stoppuhr gemessen, beim Freeriden wird sie von Judges beurteilt. Beim Mountaineering wärst du erstmals wirklich unabhängig ...

Ich finde es schön, dass es in diesem Sport keine Wettkämpfe gibt. Es gibt sehr viele Leute, die einfach aus reiner Freude in den Bergen unterwegs sind. Beim Mountaineering gibt es keine Limits und keine Grenzen. Du musst keine 15-Meter-Cliffs springen und deshalb kannst du das noch machen, wenn du schon ein wenig älter bist. Du musst es einfach nur tun. Es ist zeitlos, du musst nur einfach irgendwann damit beginnen. Für mich ist es einfach die logische Weiterentwicklung meines Traums.

Für "Evolution of Dreams" habt ihr unter anderem am Arlberg und in Chamonix gedreht. Der fertige Film wird erst 2018 in die Kinos kommen, aber jetzt sehen wir schon eine ausführliche Vorschau. Worauf können sich die Fans freuen?

Es geht um Jackies und mein Leben. Wir zeigen alte Aufnahmen aus unseren ersten Karrieren im Rennlauf, das ist recht lustig anzuschauen. Außerdem gibt es etwas Action von der World Tour und dann zeigen wir, wie wir uns schön langsam in Richtung Mountaineering entwickeln und das Bergerlebnis neu genießen. Es ist etwas ganz anderes, wenn du in Chamonix in einem Couloir unterwegs bist und die Angst in jeder Minute extrem präsent ist. Da geht es nicht nur ums Skifahren, sondern um ganz viele andere Aspekte auch noch. Das ist noch relatives Neuland für uns. Es ist sehr spannend, sich weiterzuentwickeln.


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